Montag, 14. Juli 2014

erfrischender Sommer-Salat und ein cervo volante

Für die heissen Sommertage des Jahres wünscht sich Simone von der S-Küche etwas Erfrischendes, Kühlendes und richtet dafür bei zorra das 100. Blog-Event aus. Herzlichen Glückwunsch liebe zorra zu deinem 100. Event und dankeschön, liebe Simone, für diese zischende Idee.


Blog-Event C - Zisch! Erfrisch mich! (Einsendeschluss 15. Juli 2014)


Ich habe schon einmal für ein Blog-Event bei zorra meinen Lieblings-Gemüseschnippel-Platz gezeigt (klick hier), für diesmal wird hier der Salat geputzt bzw. die Salatzutaten werden klein geschnippelt.



Da Gerhard und ich häufig unterschiedliche Vorstellungen haben, was auf unseren Salat soll, richten wir diverse Zutaten auf kleinen Tellern an, so kann sich jeder seine Variante je nach Lust und Laune zusammenstellen. Nur noch besten Balsamico und wunderbar aromatisches Olivenöl dazu - und hier im Tessin darf auch der berühmte Valle Maggia-Pfeffer nicht fehlen.


Während wir unseren Salat geniessen, bewacht Akela den ersten Cervo Volante, bei uns bekannt unter dem Namen Hirschkäfer, den wir für dieses Jahr entdeckt haben:














Samstag, 12. Juli 2014

Osteria Scarpetta alla Fraccia, Tenero-Contra

Osteria Scarpetta alla Fraccia, Tenero-Contra, Via alle Fraccia 5, 
Tel. 091 745 35 35, Montag und Dienstagmittag geschlossen
(nicht zu verwechseln mit dem Grotto Scalinata - da müsst ihr für diesmal daran vorbeifahren - und könnt ja beim nächsten Mal dort einkehren)

"Fare la scarpetta" bedeutet mit dem Brot den Rest Sauce vom Teller auftunken. Oh ja, ganz genau das kann man hier: seine gute Erziehung vergessend mit zunehmendem Genuss das köstliche Brot in den wunderbaren Sud auf dem Teller stippen. 

Gestern landen wir auf unserer Einkaufstour auch bei unserem Tessiner Lieblingswinzer Roberto Belossi von der Cantina il Cavaliere in Contone. Dort liegen neben der Kasse immer irgendwelche Visitenkarten von Tessiner Restaurants, die auch die Cavaliere-Weine führen. Da entdecke ich doch tatsächlich ein mir noch unbekanntes Kärtchen und nehme es mit. Heute Mittag waren wir dann schon dort auf Entdeckungsreise und nun gibt es eine neue Osteria auf der Liste unserer Lieblings-Genussplätze.



Kimberley und Luciano haben diese wunderbare Osteria vor knapp sechs Wochen eröffnet. Sie, ursprünglich aus der Region Basel, er Halb-Italiener mit Wurzeln in... (hmmm, Sizilien? Da bin ich mir nicht mehr so sicher, aber ich muss da sowieso wieder hin, dann frage ich nach) haben eine zeitlang in den besten Restaurants mit italienischer Küche in London gekocht. Auch ihre Reisen nach Italien haben sie zu der jetzt im La Scarpetta angebotenen Küche inspiriert. Eine marktorientierte italienische Küche mit den guten Tessiner regionalen Produkten. Kräuter und Gemüse werden rund ums Haus angebaut, weitere Produzenten gibt es in der Nachbarschaft. 



Das Brot backt Kimberley selbst - knusprige Grissini, wunderbare Ciabatta, herrlich duftende Focaccia - ich war mit dem Fotoapparat nicht schnell genug, sonst würde es jetzt hier ein Foto geben (aber ich muss ja sowieso da wieder hin, dann fotografiere ich auch noch das Brot).

Auch für die selbstverständlich hausgemachte Pasta ist Kimberley zuständig. Auf der wöchentlich wechselnden, angenehm kleinen Speisekarte gab es heute Papardelle con Ragù di Salsiccia, Gnocchi di Patate con Cavolo Nero oder Tagliatelle con Zucchini e Basilico. 

Wir entscheiden uns für Prosciutto Nostrano con Pesche, eine kleine Köstlichkeit: ganz milder, hauchdünn, aber wirklich hauchdünn, ihr könnt die Zeitung durchlesen - aufgeschnittener Tessiner Schinken mit marinierten Pfirsichen und Basilikum - das wird nachgemacht, wer braucht denn da noch Melone.



Pollo Arrosto con Panzanella - gebratenes Hühnchen mit dem wunderbaren italienischen Tomaten-Brot-Salat - hier in grosse Stücke geschnitten, mit einem Sösschen, sooo köstlich, das ist wunderbar geeignet für "fare la scarpetta" (und ich habe mal wieder einen neuen italienischen Begriff gelernt)



Da Gerhard keine Tomaten isst, bekommt er grünen Salat dazu und ein paar Bratkartoffeln, sein Teller sieht dann so aus:



Diese Bratkartoffeln - was sehen die knusprig aus, nicht wahr? Ich darf probieren... die sind ja sooowas von knusprig und innen zartschmelzend... wie geht das denn? (ich muss da wieder hin und fragen, wie man solche Bratkartoffeln hinbekommt).

Die Dolci sind selbstverständlich auch hausgemacht, es gibt einen Schokoladenkuchen mit Zucchini und eine Zitronen-Crostata. Uuuuund es gibt hausgemachtes Eis. Da wird der Signore, eigentlich schon mehr als gesättigt hellhörig.... Welches denn? Heute gibt es Vanille, Kirsch und rote Johannisbeeren. Gut, dann darf es noch ein Kirscheis sein:




Für mich Espresso und Grappa di Uva Americana von Matasci (wirklich gut!).

Ach so, zum Essen haben wir den Rosato Pian Marnino getrunken, ausnahmsweise keinen Belossi-Wein, denn dem hatten wir am Abend zuvor reichlich zugesprochen, und ab und zu kann ich den Signore auch mal zu einem anderen Wein überreden.

Fazit: Wir waren begeistert! Da hat wirklich alles gestimmt! Herrliches Ambiente, aufmerksamer, sympathischer Service, wunderbares Essen, fare la scarpetta mit diesem genialen Brot, einfach ALLES! Kurz und gut, ihr könnt es euch wahrscheinlich schon denken:


Ich MUSS da wieder hin!!!

Freitag, 11. Juli 2014

Eine Frage ....

Normalerweise sind Blog-Geburtstage Anlass für einen Rückblick. Bis dahin dauert es noch ein paar Monate, so lange will ich aber nicht warten. Daher nehme ich unsere Ankunft gestern hier im Tessin und unseren wiederholten Besuch im Grotto Pini zum Anlass, auf fast 5 Jahre Ti saluto Ticino zurückzublicken.

Meinen ersten Post gab es Anfang Januar 2010. Seit dieser Zeit gab es unzählige Besuche in dieser wundervollen Region und immer wieder hatte ich Neues zu berichten bzw. zu erzählen über ein Grotto oder eine kleine Osteria, die wir neu entdeckt hatten. 

Gerhard und ich reisen schon seit sooo vielen Jahren in diesen wundervollen Südschweizer Kanton, dass wir im Laufe der Zeit auch mit einigen Inhabern der von uns besuchten Restaurants schöne Bekanntschaften geschlossen haben. Da wir häufig nur für ein verlängertes Wochenende hierher kommen können und zwischendurch auch gerne in unserer Ferienküche selbst kochen, bleibt kaum Gelegenheit, alle Bekannten und alle uns so liebgewordenen Restaurants zu besuchen. Dann entwickelt man so nach und nach seine Rituale, wie bei uns z.B bei der Anreise gleich hinter dem Gotthard eines der Grotti in der Leventina zu besuchen und ein Piatto Ticinese und einen Boccalino di Merlot zu geniessen oder unser  Cordon-Bleu-Essen wie z.b. hier.

Vor allem seit diesem Jahr frage ich mich immer wieder: Soll ich euch vom geschätzten hundertsten Cordon Bleu in der Osteria Miralago erzählen? Wollt ihr immer noch einen köstlichen Piatto Ticinese und die Alpkäse sehen?

Abgesehen davon ist es mein Blog und ich habe ganz bewusst als Untertitel : "Meine Tessiner kulinarischen Reiseerinnerungen" gewählt, für mich ist der Blog nun mal eine Art kulinarisches Reisetagebuch. Und wenn wir dann an einem verlängerten Wochenende donnerstags am Nachmittag anreisen und hinterm Gotthard zum wiederholten Male im Grotto Pini einkehren (6 Blog-Einträge), weil es für uns zum Ankommen dazu gehört und am nächsten Abend das Cordon Bleu in Vairano essen, weil es dort sooo gut schmeckt und weil man dort einen solch grandiosen Ausblick auf unseren geliebten See hat, dann habe ich bisher immer darüber erzählt.

Nun ist es hier auf dem Blog immer ein bisschen ruhiger geworden und es gab ganz allmählich immer weniger neue Beiträge von mir und ich habe nur noch dann gebloggt, wenn ich wirklich Neuentdeckungen gemacht habe. Über manche hüllen wir den Mantel des Schweigens, von manchen waren wir so begeistert, dass ich da nach kurzer Zeit wieder hin musste und über manche erzähle ich euch auch immer und immer wieder ganz schamlos, selbst auf die Gefahr hin, dass es euch langweilt.

Unbedingt erzählen muss ich euch aber jetzt von unserer Ankunft gestern, das war nach längerer Tessin-Abstinenz mal wieder Ankommen nach unserem Geschmack.

Um dem im Verkehrsfunk angekündigten Stau vor dem Gotthard-Tunnel zu entgehen, entschlossen wir uns über den Pass zu fahren. Wir waren nicht alleine mit dieser Idee, man beachte die Blechlawine, die sich die Serpentinen hoch quält:



Die Passhöhe liegt auf 2.106 m ü. M. - vereinzelt entdeckt man noch ein paar Schneeflecken:
































Hier bereits die Abfahrt mit Blick auf Airolo:





Und dann die Ankunft im Grotto Pini in Biasca: 

Maria, die das Grotto mit ihrem Mann führt, lässt ihre eigenen Tiere auf der Alp weiden und anschliessend bei einem Metzger in Biasca zu den köstlichen Wurstwaren, die man hier sieht, verarbeiten:



Dazu hat Gerhard dann seinen obligatorischen Rosato getrunken, während ich mir den Nostrano im Boccalino schmecken liess.

Das Grotto ist eine wunderbare Anlaufstelle, auch für Reisende auf dem Weg nach Italien. Wer braucht denn da eine Raststätte, wenn man nur 4 VIER! Minuten von der Autobahnabfahrt solch einen wundervollen Platz findet (auch ohne GPS ganz leicht zu finden, einfach die Autobahnausfahrt Biasca nehmen und in Biasca der Ausschilderung "Via ai Grotti" folgen).

Also, was meint ihr? Nur noch bloggen, wenn es eine Neuentdeckung gibt? Oder weiterhin über meine aktuellen kulinarischen Reiseerlebnisse erzählen?



Montag, 30. Juni 2014

"Tessin geht aus!" Ausgabe 2014/2015 - Was gibt es Neues im Tessin?

Die neueste Ausgabe von "Tessin geht aus!" ist da.

Wegen unserer Nordkap-Reise (Bericht hier) waren wir schon eine Weile nicht mehr im Tessin - trotzdem verfolge ich mit Interesse, was sich in kulinarischer Hinsicht Neues im Südkanton tut und freue mich jedesmal auf die neueste Ausgabe des Gastro-Magazins.

Über ein Drittel neue Lokale sollen aufgeführt sein. Da werden wir ja bald viel zu entdecken haben. Ganz besonders freue ich mich, dass auch die von uns so geliebte Region Gambarogno wieder sehr gut präsentiert ist. Allen voran das Ristorante Rodolfo in Vira, das kontinuierlich in "Tessin geht aus!" vertreten ist und in dem inzwischen der Neffe des legendären Waldis Ratti kocht (der mittlerweile die Schwestern Balemi im Grotto Scalinata in Tenero unterstützt.


Wieder aufgenommen, nachdem ich es in den letzten Ausgaben vermisst habe, ist das Ristorante Roccobello in Gerra 

und ganz neu - auch für uns die Entdeckung des Jahres 2014:

das Grotto La Baita in Magadino Orgnana:


Dann auch für uns völlig neu - noch nie gesehen - da muss ich mal unbedingt vorbeischauen: das Miraflores in Quartino.

Es wird viel Neues zu entdecken geben - wir waren ja auch schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr im Tessin.

Unbedingt besuchen möchte ich auch den neuen Koch Salvatore Frequente im La Brezza im Hotel Eden Roc in Ascona

In der Enoteca in Losone hat ebenfalls ein Wechsel stattgefunden, Matthias Althoff und seine Frau werden demnächst in Graubünden kochen

Auch im sympathischen Grotto Raffael in Losone hat es einen Wechsel gegeben und unsere Freunde Ruth und Aldo Siegel im Grotto Lauro in Arcegno haben wir schon ewig nicht mehr besucht.

Es wird Zeit......


Mittwoch, 28. Mai 2014

WM 2014 - Kochen für die Schweiz - Zitronen-Risotto mit Brombeer-Rotwein-Sorbet


Aus dem südlichsten Kanton der Schweiz, dem wunderschönen Tessin, kommt ein typisches Gericht, das sicherlich auch die Schweizer Nationalmannschaft lieben wird. Vom Fussball habe ich ja nicht so sehr viel Ahnung (der Signore meint sogar überhaupt keine), aber ich weiss, dass Kohlenhydrate vor dem Spiel wichtig sind, daher gibt es mit diesem Risotto Kraft und Stärke für die Schweizer Fussballer.

Ganz stilecht wäre jetzt Tessiner Risotto-Reis, doch ich gestehe, mein liebster Risotto-Reis ist Acquarello - er ist einfach perfekt.

Hier habe ich bereits vor einem Jahr ein Rezept für Zitronenrisotto mit Sorbet entdeckt und seitdem spukt es in meinem Kopf herum. Doch erstmal musste ich das Sorbet herstellen. Es sollte auch unbedingt über Nacht tiefgekühlt werden, denn durch den hohen Butter-Anteil wird es direkt aus der Sorbetière genossen zu weich. Dann war mal das Sorbet aufgegessen, mal war kein Hühnerfond im Hause, mal keine Zitronen... doch heute hat alles gepasst und vor allem war es mir gelungen, das Sorbet im hintersten Winkel des Tiefkühlers vor dem Signore bis jetzt versteckt zu halten.

Es ist zwar kein Muss, aber das Risotto bekommt seinen besonderen Kick erst durch den Einsatz von Salzzitronen, die habe ich immer vorrätig und nach Elines Rezept lassen sie sich ganz unkompliziert zubereiten und halten im Kühlschrank ewig.




ich nehme für 2 Personen:


  • 150 g Risotto-Reis
  • 1 Schalotte, fein gewürfelt
  • 1 EL Butter
  • ca. 50 ml trockener Weisswein
  • ca. 550 ml Hühnerbrühe (natürlich selbstgemacht)
  • Saft und Abrieb einer Bio-Zitrone
  • evtl. 2 Stücke Salzzitrone, klein gewürfelt
  • 1 Tasse frisch geriebener Pecorino (oder Parmesan)
  • 1 EL Butter
  • wer keine Salzzitrone verwendet: 1/2 TL Salz


und los gehts:

Schalottenwürfel in Butter anschwitzen, den Reis dazugeben und unter Rühren glasig andünsten. Mit dem Weisswein ablöschen und einkochen lassen, gelegentlich rühren.

In der Zwischenzeit in einem weiteren Topf die Hühnerbrühe aufkochen und heiss halten - NIEEE Risotto mit kalten Fond auffüllen, denn das würde den Kochvorgang unterbrechen.

Sobald der Wein eingekocht ist, mit einer Suppenkelle heisser Hühnerbrühe auffüllen, rühren und erst dann wieder Brühe nachgiessen, wenn die vorherige Brühe aufgesogen ist.

Der gesamte Kochvorgang dauert ca. 20 min, nach 15 min Zitronenabrieb, -saft und Salzzitronenwürfel zugeben und evtl. schon mal die Konsistenz der Reiskörner kosten. Den Pecorino oder Parmesan unterziehen, ebenso die Butter, abschmecken, evtl. etwas salzen und fertig. 

Wichtig: Da der Risotto immer etwas nachzieht, sollte man ein paar Esslöffel vom heissen Fond bis kurz vorm Servieren aufbewahren, um evtl. die Feuchtigkeit zu korrigieren, ein zu trockenes Risotto schmeckt nicht.

Auf einem vorgewärmten Teller anrichten und mit einer kleinen! Nocke vom Brombeer-Sorbet servieren.

Anmerkungen: Hier ist weniger eindeutig mehr. Die Besonderheit dieses Gerichts ist die Balance zwischen der Säure des Risottos und der dezenten Süsse des Sorbets. Daher darf das Sorbet auch nicht zu süss schmecken und vor allem darf nicht zu viel davon auf dem Risotto angerichtet werden. Die von mir gezeigte Menge mit dem Eisportionierer ist eindeutig zu viel. Beim nächsten Mal werde ich mit einem Esslöffel oder sogar Teelöffel kleine Nocken abstechen.

Das Rezept für das Sorbet wird es morgen bei Bonjour Alsace geben.

Ein herzliches Dankeschön an Peter für diese wundervolle Event-Idee zur Fussball-Weltmeisterschaft.

Hier wird die Zusammenfassung aller weltmeisterlichen Gerichte zu sehen sein:


Blogevent zur Fußball-WM 2014 - Wir kochen uns um die Welt

Dienstag, 27. Mai 2014

Albergo Ristorante Antica Posta, Ascona

Albergo Antica Posta, via Borgo, Contrada Maggiore 4  -  6612 Ascona
Tel. 091 791 04 26



Da sitzen wir nun in diesem bezaubernden Innenhof unter Weinreben und ich meine jeden Moment Romeo auftauchen zu sehen, der zu Julia nach oben schaut und ihr seine Liebe gesteht. Romantik pur, wie traumhaft muss das erst an einem warmen Sommerabend sein. Doch auch an diesem wunderschönen Mittag im Mai waren wir hier sehr zufrieden bei Familie Bechter und wurden von beiden auf charmante Art umsorgt.

Ein stimmungsvolles Video, das dies alles besser beschreibt, als ich es in Worte fassen kann, gibt es hier zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=iWC4MPGMyWA

Es stammt mal wieder vom unnachahmlichen Stefano, der so viele Tessiner schöne Eindrücke auf Video festgehalten hat und mir dieses Ristorante bereits vor längerer Zeit empfohlen hatte.

Zum Auftakt bestelle ich gerne einen gemischten Salat mit Honig-Ingwer Dressing, der hier tatsächlich ein gemischter ist und seinem Namen alle Ehre macht:


Für Gerhard gibt es Tatar; er wird gefragt, ob er es scharf oder weniger scharf angemacht haben möchte (Der Padrone, Signor Bechter, züchtet seine Chilis selbst - was ihn mir gleich noch viel sympathischer macht). Angenehm ist, dass von den Vorspeisen meist auch halbe Portionen angeboten werden - hier nun also die "halbe Portion":


Es geht weiter mit dem Hauptgang. Die Karte gefällt uns ausgesprochen gut, für den Signore gäbe es z.B. Rinderfilet "Robespierre", Seezunge oder auch Capretto. Mich führen in Versuchung: Galletto (Mistkratzerli), Lammkarree in der Kräuterkruste, Jakobsmuscheln in Safransauce oder auch ganz besonders hausgemachte Spaghetti mit Meeresfrüchten. 

Auch wenn wir beide sonst beim Essen einen völlig unterschiedlichen Geschmack haben, entscheiden wir uns diesmal beide für das Gleiche:


Den regelmässigen Lesern dieses Blogs muss ich ja nun nicht extra erzählen, was wir gegessen haben - aaaaber was ich erzählen muss: Es war definitiv das beste Cordon Bleu, das wir bisher im Tessin gegessen haben!

Fazit: Da muss ich wieder hin - Gerhard hat sich freiwillig angeboten mich zu begleiten.

Memo für nächstes Mal: 1. Signor Bechter zu seiner Chili-Aufzucht befragen und 2. Grappa von Levi trinken

Montag, 26. Mai 2014

Grotto Sassello, Gerra Verzasca

Grotto Sassello, Gerra, Valle Verzasca, Tel. 091 746 13 09




Gestern haben wir mal wieder einen Ausflug in eines der schönen Tessiner Täler gemacht. Die Wahl fiel auf das Valle Verzasca, das seinen Namen von dem grünen Wasser = acqua verde hat. Doch diesmal ist nichts von grünem Wasser zu sehen, die Verzasca zeigt nach dem schneereichen Winter und der Schneeschmelze ihre Wildheit: Hier noch ein paar weitere Impressionen meines Lieblingstales bei nicht gerade traumhaftem Wetter: 























Gegessen haben wir im Grotto Sassello. Hier hausgemachte Ravioli mit Ziegenkäse gefüllt, Bärlauchpesto, Tomatensauce





und getrunken haben wir einen Wein aus dem Tal von der Cantina Scalmazzi



Fazit: Eine einfache, ehrliche Grotto-Küche, freundlicher Service und ein schöner Platz zum Sitzen.