Sonntag, 14. September 2014

Grotto Raffael, Losone

Grotto Raffael, Vicolo Canaa 21, 6616 Losone, Telefon: 091 791 15 29
Ruhetag: Montag
geöffnet von März bis Ende November

Das Grotto Raffael in der Nähe des Municipio in Losone besuchen wir schon seit vielen Jahren. Vor allem Gerhard mag hier die ehrliche, einfache Küche. Berichte über einige unserer Besuche gibt es hier (klick) und nochmals klick hier

Im Sommer sitzt man im schönen Garten unter alten Bäumen teilweise an den urigen Steintischen. Bei kühleren Temperaturen geht es die Treppe hoch ins Innere und man sitzt in dem Gastraum mit dem riesigen begehbaren Kamin.



Im Grotto Raffael ist frischer Wind eingezogen - der junge, sympathische Guiseppe Marforio hat die Geschäftsleitung übernommen. 

Die erste Neuerung bemerke ich auf der Weinkarte: Man hat Weine von der Cantina San Giorgio aus Losone auf die Karte genommen. Die beiden jungen Winzer Mattia Bianda und Enrico Pelloni erzeugen u.a. auch einen reinsortigen Merlot Bianco, der sogar vom Signore, der ansonsten neuen Weinen sehr skeptisch gegenübersteht, mit Wohlwollen aufgenommen.




Im Tessin hat bereits die Wildsaison begonnen. Auf der Karte stehen Salmi di Cervo - Hirschpfeffer - und Filetto di Capriolo, wahlweise serviert mit Polenta, Risotto oder Nudeln. Daneben gibt es auch die traditionellen Gerichte aus dem Grotto, nämlich Brasato mit Polenta, Rinds-Entrecôte oder Ossobuco. Berühmt sind hier die Gnocchi, das wählen wir beim nächsten Mal. Für dieses Mal sind wir inspiriert durch die herbstliche Karte und wählen einen Teller mit Hirschsalami, Wildschweinschinken und Trockenfleisch vom Hirsch. Dazu gibt es ein paar Walnüsse, frische, wunderbar aromatische Feigen und ein Knaller - das muss ich mir merken: glacierte Maroni kennt man ja, aber glacierte Maroni leicht erwärmt haben ein unglaubliches Aroma und schmecken nicht mehr so pappsüss. Genial, das muss ich nachmachen.



Ausserhalb der Karte werden auch frische Steinpilze angeboten - da sind sich der Signore und ich heute mal mit unseren Geschmäckern einig und bestellen beide das Gleiche: Eine Portion Steinpilze mit Pasta. Köööstlich - aber die Portionen sind so unglaublich gross, dass wir nach der Hälfte schon passen müssen.



Wir fischen in schöner Einigkeit alle Pilze unter den Spaghetti heraus und mindestens die Hälfte der Pasta bleibt übrig. Schade - es hat sooo gut geschmeckt, aber mehr geht nicht mehr.

Doch! Espresso und Grappa gehen immer ;-)
Memo für mich: Beim nächsten Mal fragen, woher der Grappa kommt


Samstag, 13. September 2014

Bruschetta Ticinese



Es wird Zeit, dass es hier endlich mal wieder etwas zu essen gibt. Meine Kochunlust zog sich schon viel zu lange hin. Nun ja, richtig kochen kann man das zwar noch nicht nennen, aber zumindest ist mal wieder ein Anfang gemacht. Inspiration für diese köstlichen Bruschette war Christian, dessen Fotos bereits meinen Zahn tropfen liessen (klick hier).

Ich habe meine eigene Version Bruschetta Ticinese genannt, weil ich sie mit Tessiner Zutaten hergestellt habe. Büscion bedeutet im Tessiner Dialekt "Zapfen" und kommt von der länglich runden, zapfenartigen Form. Es handelt sich um einen cremigen Frischkäse, entweder aus Ziegen- oder Kuhmilch. Er wird oft in den Grotti hier als Vorspeise oder zum Abschluss eines Essens mit Essig und Öl zum Beträufeln angeboten.




Ich habe Büscion di Mucca - Frischkäse aus Kuhmilch - genommen, ca. 50 g für 4 Bruschette, ihn mit 2 TL Grappa verrührt, 1 TL Valle Maggia Pfeffer dazugegeben, etwas Zitronenabrieb und frischen Thymian. 

Auf frisch geröstete Brotscheiben streichen, darauf jeweils eine Scheibe Nostrano-Schinken (ausserhalb des Tessins kann man auch Parmaschinken oder Bresaola verwenden) geben und schöne reife Feigen-Stücke darauf anrichten.



Das Ganze hat sooo grandios geschmeckt, dass es Bruschetta Ticinese bald wieder geben muss.

Freitag, 12. September 2014

Grotto Scalinata, Tenero, auf der Spur von Waldis Ratti

Grotto Scalinata, Via Contra, 6598 Tenero, Tel. 091 745 2981
Ruhetag: Dienstag



Seit wir ins Tessin reisen, kennen wir auch das Grotto Scalinata, das seit 40 Jahren von den Schwestern Balemi geführt wurde. Hier (klick) kann man über unseren Besuch, der mittlerweile auch schon wieder eine ganze Weile zurückliegt, nachlesen. Als ich in der neuesten Ausgabe von "Tessin geht aus" (klick hier) gelesen habe, dass Waldis Ratti vom Ristorante Rodolfo in Vira mittlerweile im Grotto Scalinata anzutreffen ist, rückte ein Besuch dort ganz weit oben auf unsere Wunschliste, denn Signor Ratti mag ich sehr gerne und hatte ihn bereits hier bei uns am Gambarogno vermisst. Doch nun haben wir ihn ja wieder aufgespürt und wissen, wo wir ihn zukünftig finden.


Heute, bei herrlichstem warmen sonnigem Wetter sassen wir auf der schönen Terrasse und genossen den Ausblick inmitten der Weinberge.  Die Weinlese hatte gerade begonnen und wir konnten zuschauen, wie beinahe neben uns die reifen Trauben in die Körbe wanderten. 


Der eigene Wein, der Nostrano, wird dann hier im Grotto auch offen ausgeschenkt, leicht gekühlt, in diesen speziellen Flaschen und getrunken wird er aus diesen Tassen, offensichtlich ein Zwischending aus Boccalino und Tazzin. Weiss jemand, ob diese Gefässe einen speziellen Namen haben? Ich vergass zu fragen...


Im Grotto Scalinata wird eine einfache, aber sehr wohlschmeckende Grotto-Küche angeboten - überwiegend hausgemacht. Salate, Gemüse und Kräuter kommen teilweise aus dem eigenen Garten. Montags gibt es immer die legendären Polpette (Fleischküchlein), mittwochs eine Cotoletta Milanese (Wiener Schnitzel) und ansonsten neben dem Tagesmenu mittags immer eine schöne Auswahl von kleinen Vorspeisen, danach dann Brasato, Entrecôte, manchmal Kaninchen oder in der Saison und auf Vorbestellung Capretto. Dazu gibt es die legendäre Polenta vom Kamin oder auch auf besonderen Wunsch eines gewissen Signore, der keine Polenta mag, Makkaroni. 

Man kann sich aber auch einfach nur einen Affetato Misto schmecken lassen:



Für Süssschnuten unbedingt empfehlenswert wäre da noch das Gelato Scalinata, das Vanilleeis mit einer grosszügigen Menge an alkoholisierten Früchten. 

Ich bevorzuge stattdessen mal wieder den Alkohol im Espresso - Espresso corretto con Grappa.

Ich hätte heute Mittag hier noch ewig sitzen mögen, sooo schön war es. Doch Akela wartete zu Hause. Er ist kein grosser Katzenfreund und im Grotto Scalinata gibt es ein paar seiner begehrten Jagdobjekte.


Samstag, 6. September 2014

Ristorante alla Cantina, Tegna

Ristorante Albergo alla Cantina, Piazza G. Zurini, 6652 Tegna, Tel. 091 780 75 57
montags geschlossen

Ich bin mal wieder einer Restaurant-Empfehlung von Stefano gefolgt - ihr wisst, das ist derjenige, der diese wunderschönen Tessin-Videos dreht. Diesmal hat er sich selbst übertroffen, denn dies ist meiner Laien-Meinung nach sein bisher schönstes Video. Das müsst ihr euch unbedingt anschauen:



Wir hatten eine kleine (kulinarische) Ausfahrt ins Valle Onsernone unternommen auf der Suche nach der Bäckerei Philipona in Berzona, die ein köstliches Bio-Brot herstellt (gefunden und dort eingekauft!) und auf der Suche nach dem Bierbrauer Thomas Lucas (Verkaufsstelle in Loco gefunden und 3 Probierfläschchen gekauft!). Ausserdem wollte ich Produkte aus Farina Bona, dem gerösteten Maismehl mit dem ganz besonderen Geschmack, kaufen (keinen Parkplatz am Info Point gefunden, nichts gekauft!). Rezept mit Farina bona gibt es übrigens bei Signor Roberto (klick)

Auf dem Rückweg dann noch Wein in Verscio bei Vino Marcello ( mille grazie Signor Brissoni, wir kommen wieder) gekauft, dort auch noch ein Probierschlückchen genommen - es war schliesslich schon fast Mittag - huch, jetzt brauche ich aber unbedingt etwas zu essen.

Das Ristorante alla Cantina liegt an einem hübschen kleinen Platz in Tegna im unteren Teil des Valle Onsernone, der Terre di Pedemonte. Von Locarno aus sind das nur ein paar Fahrminuten Richtung Valle Maggia, dort geht es am Bahnhof von Ponte Brolla links ab.




Wir waren an einem Samstagmittag da und hatten, entgegen unserer sonstigen Gewohnheit nicht reserviert, dafür trafen wir bereits gegen halb zwölf ein, in der Absicht, mal nach einem freien Tisch zu schauen bzw. schon mal in aller Ruhe einen Aperitivo zu trinken. Es war ein traumhaft schöner, warmer Sommertag und wir fanden einen Platz im schönen Innenhof.



Heute mittag kocht hier der Chef - der Koch hat offensichtlich bis abends frei. Wir werden gleich informiert, dass es noch zu früh zum essen sei. Klar, wir wollen ja auch nur in aller Ruhe einen Aperitivo trinken. Des weiteren informiert er uns gleich, dass es nur ein Mittagsmenu gibt. Wir lassen uns durch die nicht gerade zuvorkommende Art noch immer nicht verjagen und bestellen unser Menu. Wir wagen uns sogar, zwei unterschiedliche Hauptgerichte zu bestellen, was ihm offensichtlich auch nicht so behagt. Aber wenn das Ergebnis so herausragend ist, darf er ruhig grummeln. 

hausgemachte Tagliolini mit Tomatensugo



und filetti di pollo mit köstlich schmeckendem, auf den Punkt gebratenem Gemüse und Rosmarin-Bratkartoffeln
man beachte das sich nähernde Messer - der Signore räumt mal wieder seinen Teller auf und verteilt alles Gemüse, das er nicht mag bei mir ;-)
Getrunken haben wir den Gran Rosé 2012 von Guido Brivio, ein angenehm frischer, spritziger Rosato di Merlot.

Als Dessert hätte es übrigens hier u.a. ein Eis aus dem oben erwähnten Farina bona gegeben, mit frischen Himbeeren serviert, doch wir mussten passen, haben uns das aber für unseren nächsten Besuch vorgemerkt.

Fazit: Wir kommen auf jeden Fall wieder, erstens, weil es uns ausgezeichnet geschmeckt hat und zweitens, weil ich nachschauen muss, ob der Padrone immer so schlecht gelaunt ist oder nur dann, wenn er kochen muss (der freundliche Signore im Service war übrigens sehr zuvorkommend).



Samstag, 16. August 2014

Gasthaus im Feld, Gurtnellen

Gasthaus im Feld, Dorfstr. 56, 6482 Gurtnellen-DORF
Tel. +41 41 885 19 09, montags geschlossen
Betriebsferien: 17. Januar bis 27. Februar 2015
(in Gurtnellen Richtung Gurtnellen-Dorf die 2 km den Berg hochfahren, das Gasthaus ist gut ausgeschildert)

Bei Ti Saluto Ticino gibt es bereits seit längerem die Kategorie: "Adressen fürs 
Ankommen gleich hinter dem Gotthard". Seit heute gibt es eine neue Kategorie: "Adressen fürs Ankommen gleich VOR dem Gotthard", denn seit heute wird es uns schwer fallen, auf der A2 - selbst wenn es mal ausnahmsweise keinen Stau geben sollte - an Gurtnellen vorbei zu brausen.

Das Gasthaus im Feld in Gurtnellen ist die DIE Entdeckung des Jahres 2013 des Gault Millau. Für uns ist es DIE Entdeckung des Jahres 2014! Mille Grazie, Maria!!!







Das schöne Gasthaus im Kanton Uri bietet sich wunderbar an für einen Abstecher von der Autobahn auf dem Weg in den Süden. Und wer gerade nicht unterwegs in den Süden ist, darf sich das auch nicht entgehen lassen, dann fährt man halt einfach so hin (Rooobert, hast du gelesen? Tipp für eure nächste Ausfahrt). Aber Reservierung nicht vergessen! Denn auch andere haben es schon entdeckt.

Ich weiss gar nicht, wovon ich zuerst beginnen soll zu schwärmen. Von der Freundlichkeit der beiden Gastgeber Beat Walker (Küche) und Marco Helbling (Service), die bei der telefonischen Reservierung beginnt: "Wir freuen uns auf Sie!" bis zur Verabschiedung, an der beide nebeneinander an der Tür stehen: "Gute Weiterfahrt, bis zum nächsten Mal" Dazwischen die freundlich kompetente und angenehm unaufdringliche Art von Marco Helbling beim Service am Tisch, genau so mag ich das.




Oder soll ich von dem geschmackvollen Ambiente in dem fast 135 Jahre alten Urner Gasthaus schwärmen? Da werden auf wunderbare Art und Weise Tradition und Moderne kombiniert, hell und freundlich - das ist einfach nur zum Wohlfühlen.




Und dann erst die Speisekarte - da hätte ich mich mal wieder rauf und runter essen können. Traditionelle urchige Urner Küche, modern interpretiert. Schaut euch die Speisekarte an, auf der Homepage ist stets die aktuelle angegeben und holt euch schon mal Appetit auf all die Köstlichkeiten.

Wir starten mit einer cremigen Eierschwämmlisuppe mit Spiesschen von gebratener Gitzi-Bratwurst für den Signore (hier wird die täglich frisch zubereitete Suppe noch in der traditionellen Suppenterrine an den Tisch gebracht)



und einer erfrischenden, mediterran anmutenden Vorspeise (trotz Regen hatte ich den Sommer auf dem Teller): Tomaten-Mozzarella-Terrine mit Basilikum-Pesto und Chutney aus (getrockneten?) Tomaten und Aprikosen



Dann ging es weiter für den Signore mit "GROSIS HACKTÄTSCHLI MIT HUUSGMACHTER NYDLÄSOOSÄ", Hackbraten, mit hausgemachter Rahmsauce, Pommes frites und Gemüse



hach, und ich habe mich mal wieder schwer getan mit der Entscheidung - ich hätte ja eigentlich sooo gerne eines der beiden angebotenen Fischgerichte gegessen (FORÄLLÄ „BLAU ODER BRATÄ“, HÄRDEPFEL oder
BRÄTLÄTS ZANDERFILET MIT TOMATENVINAIGRETTE ,RYYS), doch dann liess ich mich doch verführen durch:

CHALBSLÄBÄRLI „TELL‘S EPFELSCHUSS“ MIT RYYS UND POHR
Frische Kalbsleber mit Apfelwürfeln, Kräutern dazu ein sämiges Risotto 
mit Lauch und Kartoffeln, Gemüse




Das war eine besonders gute Wahl, das traditionelle Urner Gericht Ryys und Pohr, Reis mit Lauch und Kartoffeln, dazu die wunderbar zarten, dünnen Scheiben Kalbsleber, mit den kleinen Apfelwürfeln, in einer sehr pikant mit Peperoncini abgeschmeckten Sauce.

Dessert können die beiden freundlichen Herren auch - da bin ich ganz sicher! Aber wir waren auf der Durchreise und liessen sogar den sonst unvermeidlichen Digestif aus.

Aaaber, ihr könnt es euch sicherlich denken - ich muss da ja sowieso wieder hin... UNBEEEDINGT!!! Dann werde ich wahrscheinlich auch wieder das Dessert ausfallen lassen, dafür aber endlich was aus der sehr liebevoll und mit Kennerschaft zusammengestellte Weinkarte probieren und selbstverständlich auch einen Digestif.


Sonntag, 10. August 2014

Ausflug ins Valle Maggia und die Beutetour




Heute nehme ich euch mit auf einen Ausflug ins Valle Maggia. Eigentlich wollten wir nur einen der verschiedenen köstlichen Panettone als Mitbringsel für zu Hause und das berühmte Valle Maggia Brot in der Panetteria Poncini in Maggia kaufen, darüber hatte ich vor längerer Zeit bereits einmal berichtet - klick hier. Doch dann entschlossen wir uns, noch ein bisschen weiter ins Tal zu fahren. 

dies ist das Prachtexemplar, für das wir die etwas weitere Anfahrt auf uns genommen haben
Wer sich dieses wundervolle Tal einmal genauer anschauen möchte, dem empfehle ich die sehr informative Seite von Vallemaggia Turismo mit Tipps zu Ausflügen, Sehenswürdigkeiten, Übernachtungen, Restaurants und allgemeinen Hinweisen:

http://www.vallemaggia.ch/

Wir sind lediglich bis nach Cevio, dem Hauptort des Valle Maggia gefahren, von dort geht es übrigens auch hinauf ins 1506 m hoch gelegene Walserdorf Bosco Gurin. Das war uns allerdings für diesmal zu lange und ausserdem waren wir ja auf "Beutetour", d.h. in den Einkaufskorb zu Brot und Panettone wanderten nun auch noch Alpkäse, Salametti etc.. Diese Köstlichkeiten haben wir bei der freundlichen Signora im kleinen Laden von Artis direkt an der Piazza von Cevio gekauft.

Und wenn ich ohnehin gerade am Plaudern bin, erzähle ich euch noch schnell über Artis, ein sehr unterstützenswertes Projekt, das auf Initiative einiger Frauen aus dem Valle Maggia entstanden ist und gezielt Mikro-Unternehmen von Frauen in alpinen Regionen fördern soll. Der kleine Laden hat ein wunderbares Sortiment von u.a. Alpkäsen, sowohl aus Kuh- als auch aus Ziegenmilch und diverse andere, im Tal hergestellte Spezialitäten wie z.B. Gewürze, Tee, Öl, Weine und Grappe. Sogar die von Gerhard so geliebten Plätzchen aus Farina Bona gibt es hier zu kaufen (pssst: auch wenn diese aus dem Onsernone Tal stammen) . Nebenan ist der dazugehörige Kunsthandwerk-Laden mit Produkten aus Granit und Marmor, Geflochtenes, kleinere Kunstgegenstände - einfach alles, was im Tal hergestellt wird. Sehr sehenswert, unbedingt mal vorbeischauen. 

Wir sind von Cevio aus nicht weiter bis Fusio gefahren, sondern wieder zurück Richtung Lago.

Doch nun ist genug geplaudert, lasst einfach die Eindrücke aus diesem wundervollen Tal auf euch wirken:























































































































































































































Auf dem Rückweg haben wir kurz vor Avegno im Ristorante d'Epoca zu Mittag gegessen. Davon habe ich hier (klick) bereits berichtet.

Memo für mich: Beim nächsten Ausflug ins Valle Maggia in Gordevio das Ristorante Unione besuchen bzw. in Maggia die Locanda Poncini-Cuore di Maggia


Samstag, 9. August 2014

Ristorante Villa d'Epoca, Ronchini, Valle Maggia

Albergo Ristorante Villa d'Epoca, 6677 Ronchini, Tel. 091 756 50 00



Ein Ausflug ins Valle Maggia führte uns auf dem Rückweg in den Garten der Villa d'Epoca. 



Es sollte kein umfangreiches Menu sein, daher wählten wir aus der schön gestalteten Karte jeder lediglich ein Gericht aus, für den Signore eine kleine Portion Rindstatar



und für mich die hausgemachte Lasagne



Wir sassen unter einem grossen gelben Sonnenschirm an einem Tisch mit gelbem Tischtuch. Daher entschuldigt bitte die gelbstichigen Bilder, auch eine Nachbearbeitung hat da nicht viel geholfen. Ich hatte kurz überlegt, die Teller zum Fotografieren auf die benachbarte Wiese zu tragen, doch wie wäre das bei den anderen Gästen angekommen? Oder sollte ich die Bedienung bitten auf dem Rasen zu servieren? Auch Gerhard war von meiner Idee nicht so richtig begeistert ;-) 

Fazit: Eine superfreundliche herzliche Bedienung (mille grazie Stana!) und eine schöne Speisekarte, auf der jeder etwas finden wird. Da kann man hin, wenn man gerade mal im Valle Maggia ist. 

Über unseren Ausflug ins Valle Maggia und dieses wundervolle Tal erzähle ich euch dann morgen.

Freitag, 8. August 2014

Osteria Scarpetta alla Fraccia - zurück an den Ursprungsort des Pfirsichsalates

Osteria Scarpetta alla Fraccia, Tenero-Contra, Via alle Fraccia 5, 
Tel. 091 745 35 35, Montag und Dienstagmittag geschlossen
(nicht zu verwechseln mit dem Grotto Scalinata - da müsst ihr für diesmal daran vorbeifahren - und könnt ja beim nächsten Mal dort einkehren)


Habt ihr schon alle mindestens einmal in diesem Sommer den marinierten Pfirsich mit Proscuitto ausprobiert? Susi, Robert und Andy haben es bereits getan. Auch diejenigen, die bisher noch keinen richtigen Sommer hatten, müssen das unbedingt ausprobieren, denn damit zaubert ihr euch den Sommer auf den Teller.




Ich zeige ich heute wieder den Ursprungsort dieses Sommer-Gedichtes - die Osteria Scarpetta alle Fraccia in Tenero-Contra. Ich hatte ja bereits bei meinem ersten Besuch dort (Bericht hier) beschlossen, dass ich da bald wieder hin muss.

Hier ist nun zunächst mal ganz schnell ein Foto der grandiosen Brote, Grissini und Focaccia, die von Kimberley, der sympathischen Chefin, selbst gebacken sind. Diesmal war ich schneller mit der Kamera als der Signore, ein paar Minuten später war alles weg:



Die Speisekarte wechselt häufig - was ich ja grundsätzlich auch sehr gut finde... doch irgendwie war ich auf marinierte Pfirsiche eingestellt, wurde dann aber sehr schnell getröstet durch Melanzane Parmigiana, ich lieeebe diese Auberginen in Tomatensugo und habe mich auch nicht geschämt, mir zusätzlich einen Löffel zu bestellen, um auch noch das letzte bisschen Tomatensauce zu geniessen.



Das Highlight des Abends waren für mich "Gnudi al Pomodoro e Basilico"



Gut, das waren zweimal Tomaten - okay, okay, aber erstens kann ich im Moment gar nicht genug Tomaten haben und zweitens sieht das zwar ziemlich unspektakulär aus - hat aber sooo etwas von genial geschmeckt, die Gnudi zart schmelzend auf der Zunge, die Tomaten-Basilikum-Sauce umwerfend aromatisch.

Doch was sind Gnudi? Ich liess es mir von Kimberley erklären: Ricotta, etwas Hartweizendunst... kein Ei, kein Mehl. Woher kannte ich das blos? Natürlich! Bei Hier bei Robert gab es etwas Ähnliches.

Als Hauptgericht hatten wir Osso Bucco con Risotto Milanese - für den Signore nicht mit Risotto, sondern mit hausgemachten Tagliarini 



und für mich Pollo Arrosto con Zucchini Trifolati



Huhn und Sugo köstlich, wunderbar würzig und perfekt abgeschmeckt, wobei ich mir die Zucchini eher mit festerer Konsistenz und nicht so gemüsig gewünscht hätte - doch dies ist sicherlich nur mein ganz persönlicher Geschmack.

Wisst ihr noch von meinem letzten Bericht von dieser wunderbaren Osteria, was "fare la scarpetta" bedeutet? Ja, genau, mit dem Brot die Sauce vom Teller auftunken. Stellt euch selbstgebackenes Brot und köstlichen Sugo vor... und genau das habe ich dann auch ausgiebig getan: fare la scarpetta. Daher meine Warnung: Hütet euch vor dem Brotkorb, wenn ihr noch ein Dessert schaffen wollt. Vor allem wenn es sich um hausgemachten Pflaumenkuchen, Apfelkuchen mit Crème oder hausgemachte Eissorten handelt.

Bei mir hat es wieder mal nur für Espresso und Grappa gereicht ;-)